gesehen: east of wall.1https://www.imdb.com/de/title/tt21349688/
der semidokumentarische film erzählt vom leben von tabatha und porshia zimiga, auf einer ranch irgendwo in south dakota nahe den badlands, eben „east of wall“. wer einmal da war, kennt wall (wall drug store)2https://en.wikipedia.org/wiki/Wall_Drug. thematisiert wird hier vor allem der verlust von john, tabathas ehemann und porshias vater, und den schockwellen, die das durch ihr leben schickt.
die familie, zu der auch ein behindertes kind gehört, finanziert ihr karges dasein primär durch den verkauf von selbst zugerittenen pferden, auch mit hilfe von tiktok. auf der ranch von zimiga leben eine ganze menge von ihren familien und der gesellschaft allein gelassene teenager, denen sie so etwas wie ein zuhause gibt.
einfühlsam und langsam erzählt. die regisseurin und autorin hat drei jahre mit der familie in south dakota gelebt. die handvoll professioneller schauspieler (alle anderen ’spielen‘ / verkörpern sich selbst) sind einfach auszumachen. dennoch ist es – bei aller cineastischen dramatisierung – ein furchtbar authentisch und real wirkendes gesamtwerk aus dem leben der armen, einfachen people auf dem abgewrackten land in den usa. hat mir gefallen, nicht nur weil ich die landschaften dort kenne. (die nachtaufnahmen der badlands sind wirklich toll.)
nachvollziehbar, dass der film beim sundance festival einen publikumspreis erhielt.
lohnt sich. wer nomadland mochte, wird auch diesen film mögen.
- 1https://www.imdb.com/de/title/tt21349688/
- 2https://en.wikipedia.org/wiki/Wall_Drug