gesehen: sherpa (2016)1https://de.wikipedia.org/wiki/Sherpa_%E2%80%93_Trouble_on_Everest
dokumentarfilm über die vorfälle rund um das lawinenunglück am mount everest 20142https://en.wikipedia.org/wiki/2014_Mount_Everest_ice_avalanche.
eigentlich wollte die dokumentarfilmerin etwas anderes drehen, eine doku über die besteigung mit dem team von russell brice (die dann logischerweise nicht stattfand), und über die kultur der sherpa. so wird auch die familie von tenzing norgay interviewt. die beiden zentralen figuren des films sind phurba tashi sherpa mendewa und der tour operator und bergsteiger russell brice.
sherpa verzichtet angenehmerweise auf effekthascherei und dramatisierung, es ist auch so verstörend genug. einige der tour operators machen, vorsichtig gesagt, keinen sehr guten eindruck. am meisten stellt sich mir allerdings die frage, was der wahnwitz da soll, und wieso (auch dort) das leben derer, die das ganze am laufen (sic) halten, nichts wert ist, hauptsache die kasse stimmt, egal ob expeditionsanbieter oder nepalische regierung. irrwitz, wenn man die saisonalen menschenschlangen am berg sieht. bei der nachfrage könnte die nepalische regierung die permits exorbitant teuer machen und die sherpas einfach per (kurzer) saison und nicht per je höher-desto-öfter-desto-mehr bezahlen.
die westliche ignoranz und arroganz der reichen stellt sich selbst zur schau.
aber wie einer der clients so richtig sagt, it’s the wild west out here. er meinte zwar etwas anderes, besonders als den climbern der arsch auf grundeis ging, dass die sherpa (berechtigterweise) gegen sie aggressiv werden könnten, aber das ganze business da ist american wild west exploitation 101.
erschreckend, interessant – und obendrauf ein paar faszinierende bilder einer bergwelt, die ich nie live sehen werde.
- 1https://de.wikipedia.org/wiki/Sherpa_%E2%80%93_Trouble_on_Everest
- 2https://en.wikipedia.org/wiki/2014_Mount_Everest_ice_avalanche