2025-w37 – the week in food

einkäufe

20250911 – einmal grossmarkt, eine ganze menge preisreduzierte proteine, dazu gemüse, wein & haushaltskram

gekocht / gebacken

20250908 – grilled cheese mit tomatenzupfbrot vom sonntag
20250909 – spaghetti & meatballs mit tomatenmarmelade vom sonntag
20250910 – mango-tomatensalat mit shrimps, koriander und chili
20250911 – mango tiki pork belly (und reis) nach rezept von mango.org1https://www.mango.org/recipes/mango-tiki-pork-belly-with-mango-maple-mustard-sauce/ (das rezept ist etwas lückenhaft, aber nicht unlecker – was zum überarbeiten)
20250912 – chicken wings mit mango-senf-marinade (vom tiki pork belly), salat
20250913 – hanger steak, selbst gemachte air fryer pommes, pimientos de padron aus dem airfryer; apple fritter bread nach i am baker 2https://iambaker.net/apple-fritter-bread/#wprm-recipe-container-91225
20250914 – hühneroberschenkel mit kartoffeln (wedges) vom blech


  • 1
    https://www.mango.org/recipes/mango-tiki-pork-belly-with-mango-maple-mustard-sauce/ ↩︎
  • 2
    https://iambaker.net/apple-fritter-bread/#wprm-recipe-container-91225 ↩︎

startrek: strange new worlds (s3)

die dritte staffel strange new worlds zu ende geschaut.

gut:
die art und weise, wie sie (james t.) kirk und seine künftige crew immer mal wieder zusammen bringen und schon dinge erleben lassen, die sie zusammen schweissen. plots, die zeigen, dass uhura mehr als nur die knopf-im-ohr-lady ist. scotty’s akzent lässt mich allerdings manchmal still nach untertiteln schreien. spock, der kirk höflich den kopf wäscht.

verzichtbar: die documentary-episode und der gesamte plot um den bruder von ortegas. ebenso der seltsame lover von chapel. die indiana-jones-mässige episode um die tempel-erforschung liess mich bei jeder zweiten szene fragen, ob die handelnden eigentlich völlig verblödet sind.

four and a half vulcans war witzig, strotzte aber nur so vor widersprüchen. beste szene unzweifelhaft: spock & doug nach dem abspann. schön auch, dass ‚frau sagt ohne umschweife und nachdrücklich ihre meinung gegenüber vorgesetztem‘ so ein interessantes ergebnis hat.

die episode, in der ortegas sich einem gorn stellen muss, war fast klassisches tng (und eine sehr kräftige dosis enemy mine).

das staffelfinale fand ich… schwierig. es wirkt, als wolle man vielleicht, maybe, pike das historisch vorherbestimmte schicksal doch ersparen? ich wäre gern ohne den ghoulischen villain-charakter ausgekommen, wie viel schöner wäre es doch, wenn das böse elegant und im anzug daherkäme, und nicht mit horrortropes belegt gewesen wäre, aber ist dann so.

insgesamt gab es so manche logische goofs quer durch die season, bei denen plot über nachdenken siegte. aber eigentlich will ich ja vor allem die für staffel 4 angekündigte muppet-episode sehen.

20250907 – the weekend edition

am samstag hat der liebste die erste (online-) prüfung in seinem python-seminar absolviert. ansonsten war der tag recht entspannt, haushaltsdinge, auf dem balkon sitzen, rumgarteln.

sonntag ein kleiner spaziergang auf dem flachen holsteinischen land, ein adventure lab cache entlang eines (eu-geförderten) trimm-dich-pfades. schlauerweise hatte ich daran gedacht, die lekis mitzunehmen und festes schuhwerk, denn leider war der pfad auf der vollen strecke eine schotterpiste. dennoch eine hübsche runde, von morgenfrische bis güldener spätsommer. als bonus gabs gegen ende noch einen schönen apfelbaum, unter dem im hohen gras sehr viel gut aussehndes fallobst lag, und da wir nie ohne beutel unterwegs sind, kamen wir mit 2 1/2 kg äpfeln nach hause, die natürlich verwertet werden wollten.

ein teil wanderte in ein schnelles apfelmus aus der höllenmaschine, ein sehr großer teil in einen altbewährten apfelkuchen. t. kochte ausserdem noch tomatenmarmelade von eigenen tomaten und fertigte ein zupfbrot mt der tomatenmarmelade an.

mit wäsche teil 2 und ein bisschen in nomanssky rumfliegen war damit der grösste teil des sonntags auch rum; abends noch das grosse backen geschaut.

2025-w36 – the week in food

in anbetracht einer reichen tomatenernte im terrassengarten ist die woche etwas tomatenlastiger ausgefallen. während die australischen buschtomaten langsam abgeerntet sind, gibt die „indigo ruby“ derzeit alles, die sorte darf hier gern wieder einziehen.

einkäufe / ernte

20250904 – kleinkram und eine lachsforelle beim discounter
20250907 – 2,5 kg äpfel, fallobst vom sonntagsspaziergang

gekocht / gebacken

20250901 – tomatensalat mit chili, schalotte, dazu gebratene shrimps
20250902 – fischstäbchen (frosta), tomatensalat
20250903 – buttermilch-sandwich-brot von farmhouse on boone1https://www.farmhouseonboone.com/easy-buttermilk-sourdough-bread/ ; tomatensalat mit mango nach ottolenghi2https://www.theguardian.com/food/2023/jun/24/summer-tomato-recipes-pasta-confit-tomato-pangrattato-miso-mango-dressing-soup-crab-peanuts-yotam-ottolenghi
20250904 – lachsforelle mit bronzefenchel, zitrone und yuzu kosho, balkonsalat
20250905 – mango-limetten-tarte nach benjamina ebuehi 3https://www.theguardian.com/food/2022/jul/22/mango-ginger-and-lime-tart-recipe-benjamina-ebuehi
20250906 – pellkartoffeln & lachsquark (mit resten der lachsforelle)
20250907 – zupfbrot mit tomatenmarmelade; apfelmus aus dem Thermomix; gedeckter apfelkuchen von petra (süd)4https://chili-und-ciabatta.de/2008/09/feine-apfelschnitten/


  • 1
    https://www.farmhouseonboone.com/easy-buttermilk-sourdough-bread/ ↩︎
  • 2
    https://www.theguardian.com/food/2023/jun/24/summer-tomato-recipes-pasta-confit-tomato-pangrattato-miso-mango-dressing-soup-crab-peanuts-yotam-ottolenghi ↩︎
  • 3
    https://www.theguardian.com/food/2022/jul/22/mango-ginger-and-lime-tart-recipe-benjamina-ebuehi ↩︎
  • 4
    https://chili-und-ciabatta.de/2008/09/feine-apfelschnitten/ ↩︎

9100 tage

in den letzten monaten ringe ich mit einem thema, dem sich die meisten menschen (mich eingeschlossen) nicht gern stellen: der eigenen sterblichkeit.
ein kurzer blick auf die werte des statistischen bundesamtes: meine lebenserwartung ist theoretisch bei 83,5 Jahren angesiedelt.

meine frau mama, die 26 jahre älter ist als ich, ist derzeit bei 82,x, und ich bin guter dinge, dass sie den wert erreicht, bei mir: not so much.
(die lebenserwartung gilt halt nur für die leute die *jetzt* so alt sind. lange geschichte, irgendwas mit statistik, the works).
immerhin habe ich mit dem liebsten irgendwann mal so kleinigkeiten wie patientenverfügung, vollmachten und testament via notar geregelt.

aber zurück zum thema: bei einer einigermaßen realistischen betrachtung habe ich noch 20, wenn alles gut läuft: 25 jahre zu leben.

25 jahre mal 365 tage (schalttage wegignorierend) sind 9125 tage, oder, roundabout, weil ich ja auch nicht ab meinem geburtstag rechne: 9100 tage.
das ist gar nicht mal so viel.

wenn ich 9100 euro hätte und wüsste, dass ich nie einen dazu bekomme, wie würde ich sie einsetzen?

(dem ist unbenommen, dass mich morgen ein autofahrer vom rad mähen, ein herzinfarkt oder schlaganfall in die nächste daseinsebene manifestieren kann; ich in 6 wochen an einer seltenen krebsart dahinscheiden oder in 8 monaten an wasauchimmer sterben könnte.)

das leben ist kurz. verdammt kurz.

life is too short for a diet.
das leben ist zu kurz, um schlechten wein zu trinken.

wir haben diese sprüche alle schon mal gehört oder gelesen.

letzten endes läuft es raus auf: was mache ich mit meinen (möglicherweise) 9100 tagen? nutze ich sie gut oder verdödele ich sie?

ich habe mir als motto for 2025 gesetzt; „dinge machen“. und das wird wohl auch so stehen bleiben. da ist noch massiv luft nach oben.
diesen blog-neuanfang sehe ich auch als einen tritt in den allerwertesten, aus den wenigen tagen, die mir noch bleiben, das beste zu machen.

carpe diem.

20250831 – the weekend edition

da mitte der woche im job des liebsten inventur mit extrastunden angesagt war, hatten wir mal ein seltenes gemeinsames freies wochenende.

samstag früh machten wir eine schnelle einkaufstour im grossmarkt, nicht zuletzt, weil wir wieder zuhause sein wollten, wenn die mangos von crowdfarming ankämen – was sie natürlich nicht taten. das lieferfenster (zunächst 14-18 uhr) verschob sich dann auf „bis zum ende des arbeitstages“ und wurde erwartbar um 22 uhr auf (sinngemäss) schaumerma‘ verschoben.

was mich am meisten daran ärgert ist: vielleicht haben menschen an einem samstag abend ja auch was andres vor, als auf einen nicht erscheinenden lieferdienst-menschen zu warten. fair wäre gewesen zu sagen, nö wird nüscht, macht mal was ihr ohnehin vorhattet. einbrüche in anderer leute zeitsouveränität sind so eine sache.

da wir allerdings tatsächlich weder zu konzert, theater, veranstaltung, noch ins kino oder zum grillen bei freund*innen wollten, war es nur ein grundsätziches meh.

stattdessen banale dinge: radfahren, wäsche, putzen, python-kurs, an blogs basteln, ein bisschen food docutainment (alte lecker auf’s land aus der mediathek und „das große backen“) schauen. auberginen und viele tomaten ernten, ein bisschen rumgarteln, zwetschgenkuchen backen (und essen), bücher lesen, texte schreiben. den backofen bei billigem solarstrom einmal in die pyrolyse schicken.

der gatte hat sich im laden ein fairphone 6 ausgeliehen und damit dinge ausprobiert, eventuell wird das sein künftiges mobilgerät, und das diensthandy kann dann im laden bleiben. die welt ohne google & co. ist aber echt kompliziert, fast alles setzt apple oder android voraus. ich leide derweil daran, dass dinge, bei denen ich erwartet hätte, dass sie unter linux seamless sind, in der usability doch gewisse probleme bereiten. manches, was früher unter osx einfach flott funktionierte, ist mit linux echt mühsam. (why!!!!)

die eigenen auberginen zu leckerem asiafutter verkocht. ob ich kommendes jahr nochmal welche anbauen soll, weiss ich nicht, aber dass ich überhaupt genug auberginen für eine, eventuell zwei mahlzeiten auf meiner nordischen dachterrasse herausbekommen habe, ist super.

gern gelesen: ein beitrag darüber, wie man open street map nutzen kann, um beschattete wege durch die grossstadt zu finden (leider derzeit nur in der Schweiz1https://sosm.ch/the-coolest-way-to-find-shady-paths-vampire-routing-on-routing-osm-ch/, aber das sind mal smarte anwendungen, die menschen tatsächlich etwas nutzen).


  • 1
    https://sosm.ch/the-coolest-way-to-find-shady-paths-vampire-routing-on-routing-osm-ch/ ↩︎

2025-w35 – the week in food

einkäufe

20250825

mangos sorte ataulfo und pink grapefruit via crowdfarming bestellt. grapefruit trotz demeter wieder von agrumi monasteri, da ich deren arbeit (auch wegen der mandarino tardivo) weiter stützen möchte. die ataulfo sieht aus wie die „nasenmangos“ in thailand, ich bin gespannt. sollen noch ende august kommen, die grapefruit, 8,5 kg, am 19.11.

nachklapp: ups hat die mangolieferung versemmelt. leseufz.

erst mal mango-rezepte sichten.

bei motatos eine ganze menge ramen geordert, zwei 24er sets fevertree, und ein bisschen dies und das zum auffüllen.

20250830 – frühmorgendlicher metro-run. kleinkram aus dem reduziert-regal, ein stück fleisch, tk-shrimp. kräuter, limetten, zwetschgen, eier, wein, gin, ingwerpüree.

gekocht / gebacken

20250825 – carrot, onion and spinach bhajis nach rezept des delicious magazine1https://www.deliciousmagazine.co.uk/recipes/carrot-onion-and-spinach-bhajis/ – gut, kommt ins repertoire
20250826 – resteküche. calamari, tomate, avocado, pappadum
20250827 – pellkartoffeln, crème fraîche, räucherlachs
20250828 – bauernfrühstück mit pilzen / pellkartoffeln vom vortag, dulce de leche pudding nach einem brasilianischen rezept (okay-ish)
20250829 – cape malay curry mit huhn, kartoffel, möhre, spinat
20250830 – zwetschgenkuchen mit quark-öl-teig von petra (süd)2https://www.kochkiste.de/fruer.htm#Zwetschge, steak und aifryer pommes
20250831 – ma po eggplant3https://foodfreak.de/ma-po-egglant-aubergine-mit-schweinehack-auf-szechuan-art/ nach andrew zimmern (ein klassiker)


  • 1
    https://www.deliciousmagazine.co.uk/recipes/carrot-onion-and-spinach-bhajis/ ↩︎
  • 2
    https://www.kochkiste.de/fruer.htm#Zwetschge ↩︎
  • 3
    https://foodfreak.de/ma-po-egglant-aubergine-mit-schweinehack-auf-szechuan-art/ ↩︎

reclaiming the web

die frage nach dem bloggen beschäftigt mich schon eine weile, genau genommen einige jahre. das ist mit ein paar neben- und nachwirkungen von covid19 eher schlimmer als besser geworden. grundsätzlich, um es in den zeitlosen worten der barden von fettes brot zu sagen, lautet die frage

soll ich’s wirklich machen oder lass ich’s lieber sein?

und die ist ebenso korrekt mit „jein“ zu beantworten.

es ist schon paradox: in den nullerjahren war die credo des bloggens, möglichst überall präsent zu sein, um nur ja gefunden und gelesen zu werden; auf jeder social-media-hochzeit mitzutanzen, accounts allüberall zu pflegen und eine „audience“ zu bespielen, klout um jeden preis. die fragen: was nutzt mir das? oder: will ich das eigentlich? galt es einfach, sich nicht zu fragen.

die hochglanz-magazinifizierung der meisten blogs verstörte mich, heute ist es mehr die überlegung, dass ich weniger präsent im web sein möchte. ich möchte meine daten und persönlichen informationen nicht mehr direkt meta oder google (und by proxy allen gierigen jetzigen und kommenden regierungen faschistischer staaten) zuwerfen; ich verringere meine sichtbarkeit.

möchte ich wirklich noch buchrezensionen schreiben und ins blog stellen (oder zu storygraph, in bookwyrm-instanzen)? wenn das am ende doch nur im google-ai-snippet landet? warum dann überhaupt noch was veröffentlichen?

auf der anderen seite: wenn niemand mehr die dinge ins web stellt, die ich selbst gern lese, bleibt nur noch ai slop.

tatsächlich lese ich selbst gern blogs aus dem dasein anderer leute, sowohl aus ihrem alltag, als auch von ihren reisen, von den büchern die sie gelesen haben, von kleinen freuden und großen katastrophen, von hund und katz, nachbarn und garten. von dingen, die sie ausprobiert haben und die geklappt haben oder schief gegangen sind, kurzum: vom leben. und ich mag blogs mit einer bunten mischung, auch wenn ich selbst oft eher compartmentalization betrieben habe.

in einem lesenswerten beitrag1https://www.derekwessman.com/blog-1/for merkt derek wessmann an, dass er an einem punkt sei, wo er begriffen habe, dass er seine ressourcen strikter einteilen und gezielter einsetzen müsse, und ich fasse seine „acorns“, die er als symbol benutzt, mal ebenso als spoons / lebensenergie wie einfach verbleibende lebenszeit auf. er schreibt in For:

The limited time I devote to non-acorn-stashing activities needs to be best-possibly-spent.
So: “What am I for?”

frau sinnundverstand2https://mstdn.social/@sinnundverstand schrieb in Baumstammbalancieren soll wieder selbstverständlich sein3https://www.sinnundverstand.net/baumstammbalancieren-soll-wieder-selbstverstaendlich-sein/ etwas, das mich sehr angesprochen hat:

Alles hängt mit allem zusammen und so ist die Frage, wo im Internet ich nun meine überschüssigen Gedankenfäden und die Dokumente meines Alltags hinlege, keine ganz banale. Vielleicht ist es endlich an der Zeit, die Bilder und Texte wieder nach Hause zu bringen.

letzten endes war mein antrieb, zu bloggen, immer ein intrinsischer. ich tue es für mich. um meine gedanken beim schreiben zu sortieren und strukturieren, um dinge festzuhalten. leser*innen sind, wie joel in Lehren die ich aus der re:publica25 gezogen habe4https://joel.lu/2025/05/30/lehren-die-aus-der-republica25-gezogen-habe/ für sich feststellt, eher ein bonus.

er zitiert johnny häussler aus dem jahr 2013 mit

Es wird also Zeit, dass wir uns – und damit meine ich alle Internet-Nutzer, deren Nutzungsverhalten über den gelegentlichen Online-Einkauf von Waren hinaus geht – das Web zurückholen…

deswegen fange ich hier nochmal an zu bloggen. mittelfristig werde ich mein altes kruschelblog, meine rezensionssammlung, und soweit im internetarchive noch auffindbar, auch andere alte beiträge von mir hier archivarisch versammeln.


  • 1
    https://www.derekwessman.com/blog-1/for ↩︎
  • 2
    https://mstdn.social/@sinnundverstand ↩︎
  • 3
    https://www.sinnundverstand.net/baumstammbalancieren-soll-wieder-selbstverstaendlich-sein/ ↩︎
  • 4
    https://joel.lu/2025/05/30/lehren-die-aus-der-republica25-gezogen-habe/ ↩︎

catch me a killer (tv)

gesehen:

catch me a killer – tv miniseries, 2024

nach dem gleichnamigen buch (autobiographie?) von micki pistorius1https://en.wikipedia.org/wiki/Micki_Pistorius.

das südafrika der 90er jahre ist der ort mit der zweithöchsten rate an serienmördern auf der welt, so irgendwo der begleittext. die junge journalistin micki, die einen karrierewechsel hin zur forensischen psychologin / psychiaterin unternommen hat, wird von einem wohl als weitsichtig anzusehenden brigadier der südafrikanischen polizei angeheuert, um zu südafrikas erster profilerin nach us-amerikanischem vorbild zu werden. das wird bei der polizei mit der zu erwartenden liebe aufgenommen, dennoch schafft es micki, den respekt ihrer neuen kollegen (im groben alle männlich) zu erringen.

die serie2https://www.imdb.com/de/title/tt13835440/ windet sich entlang von 9 fällen, die pistorius bearbeitet (und bis auf einen alle aufgeklärt) hat. das ist wahrlich keine leichte kost, nichts, was man mal so nebenher bingen kann wie eine us-hochglanz-fbi-profiler-serie, die zu unterhaltungszwecken produziert wurde. interessiert hatte es mich (natürlich) wegen südafrika.

es ist auch ein deep dive in andere mentale welten, gemeinsam mit micki taucht man in das erleben der serienkiller ein, und lebt mit ihr qualen und wahnsinn durch, und so manche schauspielerische performance (jabulani mthembu als christopher zikode wird mich noch eine weile in alpträumen verfolgen) ist oscar-würdig.

micki pistorius (die, wie ich gelernt habe, die tante des als mörder verurteilten oscar pistorius ist) ist keine einfache persönlichkeit. sie ist besessen, besessen von ihrem job, davon die mörder zu verstehen, um sie zu stoppen, koste es was es wolle. ihre eigene köperliche und geistige gesundheit und auch ihre beziehungen zu anderen menschen leiden darunter, ihre innere zerrissenheit und getriebenheit setzt charlotte hope sehr glaubwürdig in ihrer rolle um.

im serienabspann steht „based on a true story“, und mich interessiert, wie diese true story tatsächlich aussieht, werde wohl also auch das buch noch lesen.

schwierig. sehenswert.


  • 1
    https://en.wikipedia.org/wiki/Micki_Pistorius ↩︎
  • 2
    https://www.imdb.com/de/title/tt13835440/ ↩︎

dept. q, season 1

gesehen:

dept. q, erste staffel.

eine ausgesprochen angenehm langsam erzählte kriminalgeschichte, die vorlage stammt von jussi adler-olsen.

wie auch schon bei annika hat man hier eine krimigeschichte aus skandinavien sehr erfolgreich in einen schottischen kontext verpackt, und tatsächlich finden sich zwei darsteller*innen aus annika in der serie wieder. auch wenn ich jamie sives zunächst nur an der stimme erkannt habe, kate dickie war da einfacher. (ich liebe glaswegian, btw).

ein bisschen rang ich am anfang beim anblick von matthew goode noch mit dem „ohmygod it’s finn polmar“-effekt, aber das hat sich sehr schnell gelegt, er lebt die rolle von mørck überaus glaubhaft aus.

wirklich grandios gespielt, mit tiefgang, spannenden charakteren, und kanten. fabulöser cast, ich muss dann die romane von adler-olsen um carl mørck auch noch lesen.

ganz große empfehlung.